VorabVorab-Fassung. Wir bauen den Kiez gerade nach – Stück für Stück. Was fehlt, kommt. Was da ist, stimmt (fast immer;-)

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Firmenfeier und Teamevent auf dem Kiez

Der Kiez ist das beste Teamevent Hamburgs, weil er nichts vorspielt. Hier laufen Chef und Azubi nebeneinander über den Hamburger Berg und lachen über dieselbe Show. Das Problem ist nur: Firmen planen den Kiez wie ein Hotel. Mit Tagesordnung. Das geht schief. So geht es richtig.

Das Muster, das funktioniert, ist seit Jahren dasselbe: erst eine Aktivität, die die Gruppe zusammenbringt (Kieztour, Rallye, Hafenrundfahrt), dann ein Kern mit Sitzplatz (Show, Dinner, beides), dann ein freier Ausklang in einer Bar, die euch erwartet. Ein bis drei Stunden, zwei bis vier Stunden, offen. Wer die Reihenfolge umdreht, hat um 22 Uhr eine müde Gruppe und um 23 Uhr keine.

Der Kiez schafft jede Größe: 15 Leute in einem Karaoke-Raum, 150 in der Reeperbande oder beim Pulverfass an Gruppentischen, 600 im Schmidts Tivoli, 800 im Mojo, 1.500 im Docks. Was er nicht schafft: eine Gruppe, die erst um 20 Uhr entscheidet, wohin sie will.

Und dann ist da der Teil, den Firmen gern vergessen: 110 Euro. Dazu unten mehr – kurz, sachlich, ohne Beratung.

So läuft der Abend

  • 16:00 – Ankommen. Treffpunkt für Kieztouren ist meist der Beatles-Platz. Wer aus dem Büro kommt: S-Bahn Reeperbahn, U3 St. Pauli. Kein Bus-Shuttle nötig, der Kiez liegt an der S-Bahn.
  • 16:30 – Aktivität, 1–3 Stunden: Große Reeperbahn-Tour der Kiezjungs für Firmen (2 Stunden, So–Fr 450 € bis 15 Personen, Sa 600 € bis 20 Personen, je 30 € pro weitere Person, Boxkeller und Schnaps inklusive), Kiezrallye von kieztour.com (20 bis 112 Personen, 28 pro Guide) oder GPS-Teamrallye. Große Gruppen werden geteilt und treffen sich am Ziel wieder.
  • 18:30 – Kern, 2–4 Stunden: Dinner und Show. Pulverfass Cabaret (Show Do–Mo 19 Uhr, UnFassBar ab 17 Uhr, Gruppen ab 10 per Mail, Kapazität auf Anfrage), Schmidt Theater/Schmidts Tivoli (exklusives Buffet vor der Vorstellung ab 40 bzw. 90 Personen, Gruppenrabatt ab 20), Reeperbande (rund 150 Gäste, Di/Mi nur geschlossene Gesellschaften) oder Mojo (bis 800, eigene Küche).
  • 21:30 – Ausklang, reserviert: Skyline Bar 20up (über 200 Plätze, Gruppen ab 10 per Formular, smart casual, bis 1 Uhr), clouds (casual elegant), Prinzenbar am Spielbudenplatz oder eine Bar am Hans-Albers-Platz mit Bereich für euch.
  • 00:00 – Heimweg planen: Mo–Do fahren Nachtbusse (601, 609, 610), Fr/Sa-Nacht S- und U-Bahn durchgehend. Taxi-Festpreis bei Bestellung möglich. Wer Alkohol ausschenkt, braucht ein Transportkonzept – das ist Fürsorge, kein Kleingedrucktes.

Drei Abendpläne

Team, 15–40 Leute

ca. 80–120 € pro Person
Abteilungen, Start-ups, Außendienst-Treffen

  • Kiezjungs-Firmentour (ca. 30 € pro Person bei 15–20 Personen)
  • Show-Ticket Pulverfass (38–79 €, Do/So/Mo ab 38 €) oder Schmidt mit Gruppenrabatt, Buffet oder Hauptgericht (ca. 25–30 €)
  • Zwei Getränke pro Kopf an einem reservierten Bartisch
  • Bleibt unter 110 € pro Kopf – siehe unten

Firma, 40–150 Leute

ca. 110–180 € pro Person
Sommerfest, Jubiläum, Kick-off

  • Kiezrallye in Teams (kieztour.com, bis 112 Personen) oder Hafenbarkasse als Auftakt
  • Exklusiver Abend: Pulverfass an showfreien Tagen (Raummiete, Catering im Haus, Servicepersonal buchbar), Reeperbande (ca. 150 innen), Schmidt Theater (Gala bis 100 sitzend) oder UWE am Spielbudenplatz (bis 200, Balkon)
  • Bar-Bereich reserviert: Prinzenbar (HEP) oder 20up exklusiv
  • Ansprechperson mit Tagestelefon, Rechnungsadresse, Alternativtermin – die Häuser fragen das alles ab

Ganz groß, 150–800 Leute

ab ca. 100 € pro Person, nach oben offen
Konzern, Jahresfeier, Kunden-Event

  • Mojo Club (bis 800, Paket ca. 100 € pro Person laut Event-Portal) oder Docks (bis 1.500, Halle plus Foyer plus Ziegelsaal)
  • Schmidts Tivoli exklusiv ab 200 Personen (612 Plätze), Galadinner 100–120
  • Für maritime Varianten: Cap San Diego (20–500, Vollcharter) oder Fischauktionshalle (Bankett 800–1.800)
  • Sechs bis neun Monate Vorlauf, Technik und Catering über das Haus

Preise sind Ab-Preise der Häuser, Stand September 2026, ohne Gewähr. Getränke, Trinkgeld und Taxi variieren mit der Laune.

Regeln, die euch sonst keiner sagt

  • Mindestgrößen und Aufteilung: Kieztouren ab 15 (Mo–Do) bzw. 20 (Fr/Sa) Personen, maximal etwa 28 pro Guide. Eine Gruppe von 80 ist drei Touren, die gleichzeitig starten.
  • Fristen: Schmidt hält Optionen maximal drei Wochen, Zahlung zehn Tage nach Rechnung, 20 € pro Person Gastro-Anzahlung, nach Bestätigung keine Änderungen. Kiezjungs stellen zehn Tage vor der Tour die Rechnung. Rosi’s und andere Bars: verbindlich erst nach Vorkasse.
  • Dresscode: Rooftop-Bars verlangen smart casual. Wer nach dem Workshop im Hoodie kommt, bleibt unten. Vorher an alle kommunizieren.
  • Alter: Mojo-Club-Nächte ab 21. Azubis unter 21 brauchen ein anderes Programm oder einen anderen Ausklang.
  • Glasverbot Fr/Sa/So-Nacht 22–6 Uhr auf der Straße – gilt auch für die Firma, die den Sekt zum Anstoßen mitbringt. Anstoßen drinnen.
  • Lärm und Anwohner: Der Kiez ist ein Wohnviertel. Touranbieter fordern Respekt ausdrücklich ein. Eine Firmengruppe, die um Mitternacht in der Seitenstraße grölt, ist am nächsten Tag in der Lokalpresse – mit Firmenlogo auf dem T-Shirt.
  • Allergien, Ernährungswünsche, Rückmeldefristen: vorher abfragen. Die Häuser brauchen die Zahlen, und die Kollegin, die vegan isst, merkt sich den Abend sonst anders.

110 Euro. Der Teil, den ihr sonst vergesst.

Für Betriebsveranstaltungen gibt es einen Freibetrag von 110 € brutto je Arbeitnehmer und Veranstaltung, für bis zu zwei Veranstaltungen im Jahr (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG). Gezählt werden alle Kosten: Essen, Getränke, Raum, Künstler, Tour, Geschenke – verteilt auf die tatsächlich anwesenden Teilnehmer. Begleitpersonen werden dem Mitarbeiter zugerechnet.

Was über 110 € liegt, kann der Arbeitgeber pauschal mit 25 % Lohnsteuer versteuern (§ 40 Abs. 2 EStG) – sozialversicherungsfrei nur, wenn die Pauschalierung mit der laufenden Abrechnung erfolgt, spätestens bis zum 28. Februar des Folgejahres. Seit 1. Januar 2026 setzt die Pauschalierung voraus, dass die Veranstaltung allen Betriebsangehörigen offensteht; ein geschlossenes Führungskräfte-Event läuft nur noch über § 37b EStG mit 30 %.

Beim Vorsteuerabzug ist 110 € keine Frei-, sondern eine Freigrenze: Wird sie überschritten, entfällt der Vorsteuerabzug für die Veranstaltung komplett (BFH, Urteil vom 10.5.2023, V R 16/21).

Das sind Eckdaten, keine Beratung. Wer es genau wissen will, fragt seine Steuerberatung – und bringt die Teilnehmerliste mit. Ohne Liste gibt es keine Kopfzahl, ohne Kopfzahl keinen Freibetrag.

Was wir für euch machen

  • Wir schlagen euch einen Ablauf in drei Bausteinen vor, mit zwei bis drei Häusern pro Baustein, die eure Größe an eurem Wochentag wirklich schaffen.
  • Wir sagen euch, was die Häuser bei der Anfrage sehen wollen (Wunsch- und Alternativtermin, Personenzahl, Ansprechperson mit Tagestelefon, Rechnungsadresse), damit ihr nicht dreimal hin- und herschreibt.
  • Wir rechnen euch die Kopfkosten durch – auch mit Blick auf die 110 €, damit die Buchhaltung am Tag danach nicht überrascht ist.

Fragen, die alle stellen

Ab wie vielen Leuten bekommen wir ein Haus exklusiv?

Bars ab 20–30, Reeperbande und Prinzenbar ab etwa 50–150, Schmidts Tivoli ab 200, Pulverfass an showfreien Tagen nach Vereinbarung. Darunter: Gruppentische in laufenden Shows, die sind oft die bessere Idee.

Wann buchen?

Frühjahr und Sommer: vier bis sechs Wochen für Gruppen bis 30, drei bis sechs Monate über 100. Für Dezember gelten andere Regeln – siehe Weihnachtsfeier.

Können Kunden und Partner mitkommen?

Ja. Steuerlich zählen sie anders (§ 37b EStG statt Freibetrag), organisatorisch nicht. Dresscode und Alter gelten für alle.

Wir wollen keine Travestie-Show. Was dann?

Schmidt (Musical-Comedy), Imperial (Krimi, bis 270 Plätze, Theater mietbar), Comedy Club, Konzert im Mojo oder ein Dinner ohne Bühne bei Herzblut oder in der Reeperbande. Der Kiez ist nicht nur eine Show.

Und wenn es regnet?

Der Kiez ist bei Regen besser als bei Sonne: Alles liegt unter Dach, und die Touren laufen auch bei Schietwetter. Nur die Rooftops verlieren ihren Blick – die Bars bleiben trotzdem gut.

Kiez-Concierge

Sag uns, was ihr vorhabt. Wir sagen euch, wie es geht.

Was ist euch wichtig?

Die Planung kostet euch nichts. Wenn wir euch an Häuser vermitteln, mit denen wir Partnervereinbarungen haben, steht das in unserer Antwort. Das Pulverfass Cabaret gehört zu unserem Unternehmerkreis – wir empfehlen es, wenn es passt, und sagen es dazu.

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